Corona-Krise: Infos und Erfahrungsaustausch unter Veranstaltern

Erste Erkenntnisse und Erfahrungen aus Gesprächen mit Kunden und aus eigenen Erfahrungen
March 24, 2020

1. Planung

"Um rationale Entscheidungen treffen zu können, haben wir eine Prognose ausgearbeitet, die unsere eigene Tendenz zu unangemessenem Optimismus ausschließt. Obwohl wir hoffen, dass es um Wochen geht, bereiten wir uns darauf vor, monatelang in Einschränkungen zu operieren." - Aussage eines Kunden

Modellierungen des Imperial College London (siehe vollen Bericht hier) zeigen, dass die erste Welle der Erkrankungen etwa 3 Monate andauern wird. Das würde bedeuten, dass Veranstaltungen spätestens Anfang Juni wieder stattfinden können. Der Bericht des Robert Koch-Instituts (siehe vollen Bericht hier) zeigt außerdem, dass es eine zweite Welle an Erkrankungen geben kann, sollte der Virus sich im Winter wegen der Kälte schneller ausbreiten, was vermutet wird. Demnach kann es sein, dass Veranstaltungen im Winter erneut ausfallen. Nachdem wir eine ungefähre Situationseinschätzung haben, kommen wir zum nächst wichtigsten Punkt:


2. Liquidität absichern

a) Kurzarbeitergeld: Der Staat finanziert die Netto-Gehälter deiner Mitarbeiter einschließlich deines eigenen Gehalts zu 60% bzw. für Eltern zu 67%. Kurzarbeit kannst du direkt bei der Arbeitsagentur online beantragen: 

Kurzarbeitergeld beantragen

Unser Antrag als Beispiel ist hier zum Herunterladen verfügbar:

Antrag Kurzarbeitergeld Webbee GmbH

Wir haben den Antrag am 18. März abgeschickt, aber bis jetzt noch keine Rückmeldung bekommen. Wenn du diesen Monat noch Arbeitsausfall anzeigst, kann die ausgefallene Arbeit rückwirkend erstattet werden!

b) Lohnsteuer und Sozialabgaben: Fixkosten durch Mitarbeiter lassen sich weiter reduzieren, indem eine Stundung der Lohnsteuer und der Sozialabgaben beim Finanzamt und bei den Krankenkassen beantragt wird. Dies funktioniert nach unserer eigenen Erfahrung unbürokratisch und schnell. Bei Krankenkassen handelt es sich allerdings um ein Entgegenkommen - eine gesetzliche Vorschrift gibt es dazu nicht. 


c) Tilgung und Zinsen stunden: Die Erfahrungen aus Gesprächen mit Banken zeigen, dass die Banken sehr kulant und verständnisvoll reagieren und bereit sind, Tilgungen und Zinszahlungen auszusetzen. (In unserem Fall wurde die Tilgung um ein Jahr gestundet.)


c) Mietkosten senken: Vermieter sind bereit, Mietkosten zu senken oder ganz darauf zu verzichten. Unsere Miete konnten wir mit unserem Vermieter um die Hälfte senken. Anschaulich ist auch folgendes aus Saarbrücken: 

Vermieter verzichtet auf Miete für zwei Monate


d) Liquiditätshilfen und Förderprogramme: Es gibt diverse Hilfsmittel, die von Stadt zu Land zu Bund unterschiedlich gestaltet sind. Zu nennen ist hier der Artikel des Bundesfinanzministeriums: Für Arbeitsplätze und die Wirtschaft: Soforthilfe und Schutzfonds. Wir arbeiten gerade daran, die genaue Aufschlüsselung der Förderprogramme auszuarbeiten. Das Ergebnis werden wir dir in einer weiteren E-Mail zur Verfügung stellen.

e) Stornierungen verhindern: Sprich mit deinen Kunden und schildere ihnen offen und ehrlich die Situation. Aus Gesprächen haben wir erfahren, dass bis auf Einzelfälle alle Kunden Verständnis zeigen und sogar dankbar für den Anruf sind. Im Gespräch kannst du deinen Kunden dann anbieten, dass die Buchung zu einem Gutschein umgewandelt oder der Termin verschoben wird.

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